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Darmgesundheit: Lediglich Trend oder Zukunft?

Egal ob man zur Zeit die Bestsellerliste der Sachbücher betrachtet oder Zeitschriften aufschlägt, von Fachzeitschrift bis Frauenmagazin, man begegnet hauptsächlich einem Thema , über das bis vor kurzem nur hinter vorgehaltener Hand oder mit dem Arzt beredet wurde: Der Darm.
Der Darm und seine Wehwechen, der Darm, das unterschätzte Organ, der Darm und seine Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Die Überschriften der Artikel sind äußerst vielversprechend und lassen nicht vermuten, dass diese Thematik bis vor ein paar Jahren noch ein Tabuthema war, über das niemand wirklich offen sprechen wollte. Heute scheint es Trend zu sein über dieses sechs Meter lange Organ zu diskutieren, zu fachsimpeln und Tipps über dessen Gesunderhaltung zu geben. Wo früher das Herz, die Gefäße und das Gehirn als wichtigste Indikatoren für eine gute Gesundheit galten ist es heute der Darm, der im Mittelpunkt steht.

Was ist der Grund, dass der Darm so in den Fokus der Medien rückt?

Im Gegensatz zu anderen Organen galt er als kaum erforscht. Man wusste zwar von dem Potential, das er birgt, konnte es aber nicht mit Forschungen hinterlegen. Durch den technischen Fortschritt in der Forschung ist es jetzt möglich, die vielen Mikroorganismen in unserem Darm zu betrachten, zu analysieren und in den Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit zu bringen. Die Wissenschaftler stehen dabei der unglaublich großen Anzahl an Mikroorganismen gegenüber, die der Verdauungstrakt beherbergt. So finden sich allein in unserem Darm mehr mikrobielle Zellen als menschliche Zellen in unserem gesamten Körper. Man könnte ganz salopp sagen, wir sind mehr Mikroorganismus als Mensch. Macht man sich diesen Umstand klar, so ist es nicht weiter erstaunlich, welchen großen Einfluss diese auf den menschlichen Körper haben. Allein diese Vorstellung könnte Angst einjagen, jedoch leben wir mit diesen Mikroorganismen, die aus Bakterien, Viren und Pilzen bestehen, in einer Lebengemeinschaft ohne die es uns erheblich schlechter gehen würde. Viele Stoffwechselfunktionen werden übernommen, zu die der menschliche Körper alleine nicht fähig wäre.
Manch einem wird beim Lesen der Artikel zum Thema Darm aufgefallen sein, dass die Forschung die Gesamtheit der Mikroorganismen in unserem Verdauungssystem nicht mehr Darmflora sondern intestinales Mikrobiom nennt. Als der Begriff Darmflora geprägt wurde, gingen Forscher noch davon aus, dass Bakterien und Viren zu der Gattung der Pflanzen gehöre.
Die Größe und Komplexität dieses intestinalen Mikrobioms macht die Erforschung so spannend und schwierig zugleich, doch die wissenschaftlichen Studien der letzten Jahre zeigen bereits erstaunliche Ergebnisse.
Die Entwicklung von Adipositas, Diabetes und entzündlichen Darmerkrankungen, und auch, laut neuesten Studien, unser psychisches Wohlbefinden ist offensichtlich von der Konstellation der verschiedenen Mikroorganismen in unserem Darm abhängig.
Die Wissenschaftler stehen dabei erst am Anfang und es wird noch viel Forschung nötig sein, um die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung vollständig verstehen und daraufhin umfassende Behandlungskonzepte entwickeln zu können.
Jedoch kann man schon mit Sicherheit sagen, dass die Zusammensetzung der Darmbakterien nicht in Stein gemeisselt ist und unsere Ernährung einen der größten Einflussfaktoren darstellt. Mit einer gesunden Ernährung kann man die richtigen Darmbakterien fördern und eine Balance der Mikroorganismen herstellen. Eine große Rolle spielen dabei probiotische und präbiotische Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel, die man in den täglichen Speiseplan einbauen sollte.
Ist nun das Thema „Darm“ nur Trend oder auch Zukunft? Es ist beides, denn in der modernen Medizin, Heilkunde und vor allem in der Prävention wird die Einbeziehung des Darms nicht mehr wegzudenken sein.
Man muss aber nicht erst auf die Ergebnisse aus der Forschung warten, sondern, jeder sollte seinen Darm durch z.B. die richtige Ernährung, Bewegung und nachhaltige Lebensweise gesund erhalten.

Quellen:

  • Ley, R. E., Peterson, D. A., & Gordon, J. I. (2006). Ecological and evolutionary forces shaping microbial diversity in the human intestine. Cell, 124(4), 837–848.
  • Gordon, J. I., Ley, R. E., Wilson, R. K., Mardis E.R., Xu, J., Fraser, C. M., & Relman, D. A. (2005). Extending Our View of Self: the Human Gut Microbiome Initiative (HGMI). Retrieved from http://www.genome.gov/Pages/Research/Sequencing/SeqProposals/HGMISeq.pdf
  • Bischoff, S. C. (2011). ‚Gut health‘: a new objective in medicine? BMC Med. doi:10.1186/1741-7015-9-24

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