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Darmpilzinfektion? Diese Ernährung hilft.

Der bloße Nachweis von sog. Candida Hefepilz sagt wenig aus, denn es gibt über 155 Arten, darunter beispielsweise gesunde Hefen wie  Backhefe, Kefirpilz oder Bierhefe.  Hefen besiedeln aber auch die Schleimhäute, sind in der Erde, im Wasser und im Boden vorhanden; sie kommen überall vor. Wenn es um eine Darmpilzinfektion geht, handelt es sich meistens um den Pilz Candida albicans. Dieser findet im Darm natürlich optimale Lebensbedingungen wie Wärme, reichlich Nahrung und das entsprechende Milieu vor.

Wie kann es überhaupt zu einer Darmpilzinfektion kommen?

Ursachen für die Zunahme können beispielsweise zucker- und weißmehlreiche Ernährung sein, aber auch Behandlung mit Kortison und Antibiotika können einen starken Einfluss haben. Diese Faktoren schwächen das Immunsystem und können so eine Ausbreitung der Pilze begünstigen. Zur Risikogruppe zählen daher besonders Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Hefen verstoffwechseln einfache Kohlenhydrate aus der Nahrung, die wiederum zur Bildung von Kohlendioxid und Alkoholen führen können. Durch die vermehrte Gasbildung kommt es zu einem geblähten Bauch, Völlegefühl und Bauchschmerzen. Die Belastung mit den entstandenen Alkoholen kann langfristig gesehen auch die Leber schädigen.

Wie wird eine Darmpilzinfektion eigentlich behandelt?

Wenn eine Darmpilzinfektion vorliegt. muss der Pilz medikamentös (mit Nystatin) bekämpft werden. Wichtig ist außerdem die ergänzende mikrobiologische Therapie, um das geschwächte Abwehrsystem zu stärken. Eine konsequente „Anti-Pilz-Diät“ von 4-6 Wochen und einige hygienische Regeln, helfen zusätzlich die Darmpilzinfektion auszulöschen. Damit bietet man den Hefen nämlich keinen Nährboden mehr, um sich auszubreiten.

Was genau ist eine „Anti-Pilz-Diät“?

Im Vordergrund der Ernährungsumstellung steht der Entzug der Nahrungsgrundlage für die Hefen.

1) Zucker

Insbesondere solltest du auf Zucker verzichten (Mono-, Di- und Oligosaccharide). Das bedeutet ganz konkret: Neben Haushaltszucker (Saccharose) sollten auch Traubenzucker, Fruktose, Malzzucker, Glucosesirup, Maltodextrin und Invertzucker (im Honig) gemieden werden. Diese sind in großen Mengen in Fertignahrungsmitteln, daher ist ein Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Brot sollte aus Vollkorn und hefearm sein, am besten sind Backwaren aus Natursauerteig oder mit Backferment.

2) Alkohol

Patienten mit Darmpilzen zeigen häufig sogenannte Kreuzallergien. Ihr Immunsystem ist so belastet und reagiert sensibel auf Pilze, dass auch Kulturhefen, wie sie in Bier und Wein zu finden sind, allergische Reaktionen auslösen können. Schätzungsweise sind davon rund 20-30 Prozent der Patienten mit Darmpilzinfektion betroffen. Solltest du keine allergische Reaktion bei hefehaltigen Lebensmitteln zeigen, brauchst du auch nicht auf diese Nahrungsmittel verzichten.

3) Ballaststoffe

Ballaststoffe können von Hefepilzen im Darm nicht verwertet werden. Hefen sind vorrangig in oberen Darmabschnitten angesiedelt, da sie Sauerstoff zum Atmen brauchen. Die Aufspaltung der Ballaststoffe findet wiederum in unteren Darmabschnitten statt, wo nur wenige Hefen überleben und die aufgespaltenen Kohlenhydrate verwerten können.  Der Fokus sollte daher auf einer Gemüse- sowie Vollkorn-haltigen Ernährung liegen. Ihre Ballaststoffe haben einen „Putzeffekt“, indem sie die Darmbewegung anregen und die „Pilznester“ zwischen den Darmzotten herausfegen. 

4) Anti-mykotisch wirksamen Lebensmittel

Es gibt einige Lebensmittel, denen eine anti-mykotische Wirkung, sprich eine Antipilz-Wirkung, zugesprochen wird. Dazu gehören beispielsweise Zwiebeln, Knoblauch und Kresse. Diese haben nachweislich in größeren Mengen eine Antipilzwirkung. Auch Caprylsäure, ein Triglycerid, hat eine solche Wirkung. Dieses kommt beispielsweise in Kokosöl vor. Allerdings können diese Lebensmittel nur unterstützend bei der Behandlung helfen, sie verhindern die Vermehrung der Hefen.

 

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