Entspannungstechniken

MADENA Entspannungstechniken

Entspannungstechniken: Soforthilfe gegen Stress

Die effektive Behandlung von Stress wird immer wichtiger. Nach einer Studie aus dem Jahr 2013 empfanden fast 60 % der Deutschen ihr Leben als stressig, 20 % gaben an, unter Dauerbelastung zu stehen. Zwar wird ein gewisses Maß an Stress im Beruf als normal empfunden, aber 2014 waren psychische Erkrankungen mit 14,8 % bereits der zweithäufigste Krankheitsgrund, Tendenz steigend.
Aber was genau ist Stress? Zunächst bezeichnet der Begriff eine durch äußere Einflüsse hervorgerufene physische oder psychische Reaktion des Menschen. Stress ist nicht per se negativ, im Gegenteil. Die menschliche Evolution fußt ganz wesentlich darauf, dass wir uns im Laufe der Jahrtausende ständig an sich ändernde äußere Gegebenheiten anpassen mussten. Wenn wir eine Möglichkeit haben, dem Stress aktiv entgegenzuwirken, empfinden wir das sogar als ausgesprochen bereichernd: etwa in Sportwettkämpfen oder vor einem Bühnenauftritt. Zum echten gesundheitlichen Problem wird Stress immer dann, wenn er dauerhaft auftritt und es keine Möglichkeit gibt, ihn zu bewältigen: Mobbing am Arbeitsplatz, akute wirtschaftliche Sorgen, eine bevorstehende Prüfung, auf die wir uns nicht vorbereiten können, regelmäßige Ruhestörung.

Was passiert, wenn wir uns gestresst fühlen?

Stresslevel der Deutschen

Der Organismus reagiert auf diese belastenden äußeren Einflüsse mit der Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen und der Abnahme von Aufnahmefähigkeit und Konzentration. Die Folgen sind vielseitig und reichen von körperlichen Symptomen wie Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Muskelschmerzen, -schwäche und -verspannung, Herzrasen, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit bis hin zu psychischen Störungen wie Angstzuständen, Verwirrung, Müdigkeit und Aggressionen. Übersteigt der Druck von außen gar die Abwehrfähigkeiten des Organismus sind akute Beeinträchtigungen des Stoffwechsels und des Immunsystems sowie, damit einhergehend, ein erhöhtes Krankheitsrisiko die Folge.

Passive und aktive Entspannungstechniken

Um negativem Stress entgegenzuwirken, gibt es aber verschiedene Methoden, von denen einige schon sehr leicht anzuwenden sind. Man bezeichnet diese auch als „passive Entspannungstechniken“ und zu ihnen gehören u. a. Musikhören, Sport, Lesen, Schwimmen oder Spazierengehen. So ergab z. B. eine Studie mit 1.250 Probanden, dass schon fünf Minuten im Grünen eine erhebliche Besserung der Laune und des Selbstwertgefühls sowie eine merkliche Stresslinderung nach sich zogen.

Aktive Entspannungstechniken haben zum Ziel, Stressreaktionen zu dämpfen oder gar ganz zu vermeiden. Zu ihnen gehören u. a.

  • Autogenes Training,
  • Progressive Muskelentspannung,
  • die Feldenkrais-Methode,
  • Yoga und
  • Meditation.

Diese Methoden wirken beruhigend, erhöhen die Stresstoleranz, verringern durch den Stress ausgelöste psychosomatische, aber auch chronische Beschwerden, helfen dabei, insgesamt gelassener zu werden, stärken die eigene Körperwahrnehmung und sind auch als Soforthilfe in Stresssituationen einsetzbar. Aktive Entspannungstechniken können in relativ kurzer Zeit in professionell geführten Kursen erlernt und danach selbstständig angewendet werden.